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Vorsorge &
Rente: Berufsunfähigkeitsversicherung
Neben der Privathaftpflichtversicherung gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung
zu den Versicherungen, die heute jeder Bürger haben sollte. Man kann
sich damit gegen ein großes finanzielles Risiko absichern, dass
besonders im fortgeschrittenen Arbeitsleben dazu führen könnte, dass
man finanziell gesehen unter das Existenzminimum gerät.
Es besteht zwar auch im Rahmen des Sozialversicherungssystem der
Bundesrepublik Deutschland für jeden Bürger eine Absicherung in Form
der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsversicherung, aber diese reicht
zum einen von der Leistungshöhe bei weitem nicht aus, um den
bisherigen Lebensstandard auch nur annähernd halten zu können, und
zum anderen sind die Kriterien zum Erhalt der Leistung bedeutend höher,
als bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Die volle
gesetzliche Erwerbsminderungsrente beträgt zum Beispiel nur rund ein
Drittel des vorherigen Einkommens.
Diese Versorgungslücke im Falle der Berufsunfähigkeit kann man durch
eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließen. Hier kann der
Kunde selber bestimmen, in welcher Höhe die spätere Berufsunfähigkeitsrente
gezahlt werden soll. Zudem hat die Berufsunfähigkeitsversicherung
noch einen entscheidenden Vorteil gegenüber der gesetzlichen
Versicherung.
Verzichtet der Versicherer auf das so
genannte abstrakte Weisungsrecht, erhält der Versicherte bereits
Leistungen aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn er
"nur" seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, also
berufsunfähig ist. Im Rahmen der gesetzlichen Versicherung muss der
Betroffene hingehen erwerbsunfähig sein, d.h., er muss nicht nur
seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben können, sondern auch keine
andere Tätigkeit mehr mindestens drei Stunden am Tag ausführen können.
Durch den Verzicht auf das abstrakte
Weisungsrecht erkennt die Versicherungsgesellschaft also die Berufsunfähigkeit
an und verzichtet eben darauf, dem Versicherten noch eine andere Tätigkeit
vorzuschreiben, welche dieser evt. noch ausführen könnte.
Der Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung richtet sich hauptsächlich
nach drei Kriterien, nämlich dem Alter des Versicherten, dessen Beruf
und der gewünschten Leistung. Insgesamt solle man die Gefahr der
Berufsunfähigkeit übrigens keineswegs unterschätzen, da die
Versicherungsfälle immer mehr zunehmen, auch in so genannten
"leichteren" Berufen wie Bürotätigkeiten.
Man sollte vor Abschluss einer
Berufsunfähigkeitsversicherung auf jeden Fall die verschiedenen
Angebote miteinander vergleichen. Die Höhe der zu wählenden
Berufsunfähigkeitsrente sollte im Grunde mit der Höhe des jetzigen
Nettoeinkommens identisch sein, da man nicht unbedingt mit der
gesetzlichen Erwerbsminderungsrente rechnen kann, weil man vielleicht
"nur" berufs- und nicht erwerbsunfähig wird. |
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